Vorsorge

Winterpannen vermeiden – worauf es wirklich ankommt

Die meisten Winterpannen haben dieselbe Ursache: die Batterie. Was Sie im Herbst prüfen sollten und wie Sie im Ernstfall reagieren.

4 Minuten Lesezeit

Die Batterie ist die Nummer eins

Kälte senkt die verfügbare Leistung einer Batterie erheblich, gleichzeitig steigt der Bedarf: Licht, Heckscheibenheizung, Sitzheizung, Gebläse. Eine Batterie, die im Sommer noch unauffällig war, gibt im ersten Frost auf. Die meisten Winterpannen sind genau das – kein Defekt, sondern eine Batterie am Ende ihrer Lebensdauer.

Batterien halten typischerweise vier bis sechs Jahre. Wer im Herbst prüfen lässt, spart sich den Anruf im Januar.

Die Herbst-Checkliste

  1. Batterie prüfen lassen, besonders ab dem vierten Betriebsjahr.
  2. Winterreifen mit ausreichender Profiltiefe – vier Millimeter sind sinnvoller als das gesetzliche Minimum.
  3. Scheibenwaschanlage auf Frostschutz umstellen, auch die Heckscheibe.
  4. Kühlerfrostschutz prüfen lassen.
  5. Türdichtungen mit Silikon oder Hirschtalg pflegen, damit sie nicht festfrieren.
  6. Eiskratzer und Handschuhe griffbereit halten – nicht im Kofferraum, sondern im Innenraum.

Kurzstrecke ist der stille Killer

Wer im Winter täglich nur wenige Kilometer fährt, lädt die Batterie nie vollständig nach. Der Anlasser zieht beim Kaltstart viel Energie, die Lichtmaschine holt sie auf kurzer Strecke nicht wieder herein. Wenn Ihr Fahrprofil so aussieht: einmal pro Woche eine längere Fahrt einplanen oder ein Ladegerät anschließen.

Wenn es doch passiert

Bleiben Sie im Fahrzeug, solange Sie sicher stehen – im Winter ist Auskühlen ein echtes Risiko. Schalten Sie die Warnblinkanlage ein und rufen Sie an. Wir kommen auch bei Schnee und Glätte, brauchen dann aber realistisch etwas länger als die üblichen 30 Minuten.

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